Rudolf Mehmke (1857 - 1944)
 
* 28.08.1857 Lauterberg, Harz 
1873 - 1875 
1875 - SS 1877 
WS 1977 - WS 1878/79 
SS 1879 - WS 1879/80 
Studium der Mathematik am Polytechnikum Stuttgart 
Studium der Architekt am Polytechnikum in Stuttgart 
Studium der Mathematik an der Universität Tübingen 
Studium in Berlin bei Weierstraß, Kronecker und Kummer 
1880 Promotion in Tübingen bei Paul Du Bois-Reymond mit der Arbeit "Anwendung der Grassmann'schen Ausdehnungslehre auf die Geometrie der Kreise in der Ebene"
1880 - 1884 "Repetent für Höhere Analysis und reine Mathematik" bzw Dozent am Polytechnikum in Stuttgart bei C. W. Baur
1884 - 1894 ord. Professor für Mathematik. TH Darmstadt
1894 - 1922 ord. Professor für darstellende und projektive Geometrie. TH Stuttgart
16.11.1944 Stuttgart

Rudolf Mehmke ist vermutlich die bedeutendste Gestalt unter den Stuttgarter Mathematikern. Er galt zusammen mit Karl Runge Anfang des 20. Jahrhunderts als einer der führenden angewandten Mathematiker. Er befaßte sich vornehmlich mit darstellender Geometrie und graphischen Methoden, entwickelte aber auch mathematische Instrumente. Darüber hinaus beschäftigte er sich ausgiebig mit reiner Mathematik, insbesondere Grassmannsche Ausdehnungslehre (Vektorrechung), aber auch Funktionentheorie, Elliptische Funktionen, Trigonometrische Reihen, unendliche Reihen und Produkte, Potentialtheorie, etc. In der verspäteten Würdigung durch die TH Stuttgart im Jahre 1953 sagte Othmar Baier:

Mehmke war ein engagierter Pazifist und politisch aktiver Mensch. Sein Sohn schrieb 1946: Schriftenverzeichnis: Briefwechsel von Mehmke


Literatur zu Mehmke:

Bertram Maurer. 1/1998 
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